Freibad? Team!

  • 12.000 Quadratmeter Fläche,
  • drei Becken,
  • drei Gebäude,
  • Sanitäreinrichtungen,
  • Flächen-, Pump- und Fördertechnik,
  • Chemie,
  • Uffpasse!,
  • putzen, fegen, sammeln, putzen, streichen, bauen, ach und putzen
  • Kasse,
  • Kiosk,
  • Verwaltung,
  • Fortbildung, …

macht bei uns eigentlich nur einer alleine. Halbtags versteht sich, und das auch nur am Dienstag der ungeraden Wochen. Wenn es nicht regnet.

Spaß (leider) beiseite. Wir sind die unsichtbaren und sichtbaren knappen 15 Aktiven, die das Bad Jahr für Jahr so „hinstellen“, dass ihr Euch wohlfühlt und wir ruhig schlafen.

Wenn Ihr uns ab ca. 10.30 Uhr besucht, habt Ihr zuerst Kontakt zur Kassentruppe. Die Unersetzbaren, die PetersUlis und Ritas dieser Welt, die im Sommer überwintern. Also dort unterm Sonnenschirm. Irgendwo in der Nähe sollten sich idealerweise unsere Rettungsschwimmer Dirk und Walter aufhalten. Sie wachen (auch einäugig im Schlaf) über Euch, also seid lieb!

Etwas weiter entfernt könnten diese beiden Nasen Euren Weg kreuzen.

Rüdiger und Michael sind die eierlegenden Wollmilchsäue aus dem hochspezialisierten Fachbereich „Alles“. Wobei der eine erst richtig warm wird, wenn das letzte Blatt entfernt, die letzte Schraube nachgezogen ist, nebenbei 26 Bänke auf Hochglanz lasiert sind und alle Kundenwege keimfrei glänzen – ach ja, und der andere in seinem natürlichen Habitat an der Fritteuse jongliert. Oder den Rasen mäht. Oder irgendwo irgendwas buddelt. Oder anschraubt. Aber nicht……. wirklich niemals schwimmt.

Die kaufmännischen Geschicke lenkt üblicherweise der Vorstand. Da machen wir ausnahmsweise keine Ausnahme. Finanzminister Gunnar, auf der „anderen Seite des Zaunes“ selbstständiger Handwerksmeister, Stadtratsmitglied und bei den Rasselböcken engagiert unterstützt unsere Alma Mater  Christina beim geschickten Dirigieren.

Hier werden Pläne geschmiedet, Excel gequält, Möglichkeiten abgeklopft und Sponsoren sondiert, Personal geplant und in der Pause beim Eis mit Zahlen jongliert. Auch im Winter, weil Eis geht immer!

Nichts. Aber auch mal so gar nichts würde allerdings ohne die Fanbase und die Mitglieder die so gar keine Lust auf Öffentlichkeit haben funktionieren. Ohne die dritte Hand am Laubbesen geht wenig und gerade im Herbst und Winter – wenn niemand freiwillig an ein Freibad denkt, sind sie da. Mit Herz und ohne Zeitdruck.

Reingestolpert sind wir alle übrigens irgendwie über zwei prägende und omnipräsente Damen. Zum Einen Frau Dr. Ursula Große, die es nicht akzeptieren wollte, dass die Stadt aus Gründen der Klammheit „ihr“ Freibad schließt um kurzerhand einen Betreiberverein zu gründen und so die Rettung desselben initiierte.

Zum Anderen über Frau Gisela Prang welche nach Übernahme des Vereinsvorsitzes von Frau Dr. Große die Vereinsgeschäfte neben Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin eines Weiterbildungsunternehmens, Stadträtin und Chefin des Tierheims Pflanzwirbach über das 100jährige Jubiläum des Freibades bis zu ihrem Tod Ende 2020 fortführte.

Beiden Damen ist unser Dank und Respekt ausgesprochen. Nicht nur für den beschrittenen, oft stolprigen Weg. Vielmehr für die Vision und auch die Werte die sie uns mitgegeben haben.